- 01Eine Website ist ein Werkzeug. Ein digitales Asset ist eine Website, die von allein Nachfrage erzeugt und deren Zugang dem Unternehmen gehört.
- 02Der Wert entsteht aus vier Teilen: Domain, Inhalte, Daten und Leadwege. Fehlt einer, ist es ein Projekt, kein Asset.
- 03Ein digitales Asset ist verkäuflich, wenn es ohne seinen Erbauer weiterläuft.
Drei Bedeutungen, eine ist gemeint
Der Begriff digitales Asset wird in drei Zusammenhängen verwendet. In der Softwarewelt meint er Mediendateien wie Bilder, Videos und Dokumente, die ein Digital-Asset-Management verwaltet. In der Finanzwelt meint er digitale Anlageformen wie Kryptowährungen und Token. In der Unternehmenswelt meint er einen Vermögenswert, der digital existiert und Erträge erzeugt.
Dieser Artikel behandelt die dritte Bedeutung. Ein digitales Asset in diesem Sinn ist eine Domain mit Inhalten, die in Suchmaschinen gefunden werden, mit Daten darüber, wer sie besucht und warum, und mit Wegen, die aus Besuchern Anfragen, Kunden oder Erlöse machen. Ein Fachportal ist ein solches Asset, ein Leadportal ebenso, eine Software im Abonnement oder ein Medium mit eigener Reichweite.
Was eine Website vom Asset unterscheidet
Die meisten Unternehmenswebsites sind Werkzeuge. Sie stellen das Unternehmen dar, beantworten Fragen von Menschen, die es schon kennen, und werden über Anzeigen oder Empfehlungen gefunden. Schaltet das Unternehmen die Anzeigen ab, kommt niemand mehr. Ein solches Werkzeug hat Kosten, aber keinen eigenen Wert.
Ein digitales Asset erzeugt Nachfrage aus sich heraus. Menschen, die das Unternehmen nicht kennen, suchen nach einem Thema und landen auf der Seite, weil sie das Thema besser beantwortet als andere. Diese Nachfrage bleibt, solange die Inhalte gepflegt werden, und sie wächst, weil Suchmaschinen einer Domain mit jedem Monat mehr Vertrauen geben.
Der Unterschied liegt in der Frage, wem der Zugang zum Kunden gehört. Beim Werkzeug gehört er der Plattform, dem Werbekonto oder dem Marktplatz. Beim Asset gehört er dem Unternehmen.
Die vier Bestandteile
Domain: Der Name, unter dem die Inhalte erreichbar sind, und das Vertrauen, das Suchmaschinen ihm zuschreiben. Eine Domain mit Geschichte und Verweisen anderer Seiten ist der Teil des Assets, der am längsten braucht und am schwersten zu ersetzen ist.
Inhalte: Seiten, die eine Suchabsicht vollständig beantworten und deshalb gefunden werden. Ihr Wert liegt in der Vollständigkeit und in der Struktur, mit der sie ein Thema abdecken, nicht in der Menge.
Daten: Wissen darüber, wer die Seite besucht, wonach gesucht wird, welche Inhalte zu Anfragen führen und welche nicht. Diese Daten sind der Teil des Assets, der Entscheidungen über den Ausbau trägt.
Leadwege: Formulare, Prozesse und Übergaben, die aus einem Besucher eine Anfrage und aus einer Anfrage einen Kunden machen. Ohne sie ist Reichweite nur Reichweite.
Wann ein digitales Asset verkäuflich ist
Ein digitales Asset hat einen Verkaufswert, wenn ein Käufer es ohne den Erbauer weiterführen kann und die Erträge nachweisbar sind. Das setzt dokumentierte Prozesse voraus, eine Technik, die kein Einzelwissen braucht, und Zahlen, die ein Käufer prüfen kann.
hausnah24 aus der eigenen Gruppe ist ein solches Asset: ein Portal zu einem Thema mit eigener Nachfrage, das als Geschäftsmodell betrieben wird. Wie ein Unternehmen ein solches Asset aufbaut, beschreibt der Leitfaden Online Business aufbauen. Wer den Weg dorthin für das eigene Vorhaben einordnen will, findet im Business-Check die Fragen dafür.
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